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Bell: 1,25 Mio. Strafe wegen Fake-Reviews im App Store

Bell: 1,25 Mio. Strafe wegen Fake-Reviews im App Store 1
Bell muss zahlen: 1,25 Mio. für Fake-Reviews

Der kanadische Telekommunikationsriese Bell muss eine empfindliche Geldstrafe blechen: 1,25 Millionen Dollar kostet den Konzern das Veröffentlichen gefakter Reviews seiner My Bell Mobile App. Was war passiert: Bell Mitarbeiter hatten die My Bell App im App Store in den höchsten Tönen gelobt und positive Reviews ausgestellt, ohne sich dabei als Bell-Mitarbeiter erkenntlich zu zeigen.

Ursache: Kleine Handvoll „übereifriger“ Mitarbeiter?

Besonders auffällig wurde dieses Vorgehen, als die Mitarbeiter damit begonnen, auch der Virgin My Account App identische Reviews wie der My Bell App zu verpassen und auch hier auf einen Hinweis der Konzernzugehörigkeit verzichteten. Gleiches Vorgehen zeigten die Bell Mitarbeiter auch im Konkurrenz-Store von Google. Bell stellte in einem kurzen Presse-Statement klar, dass der Konzern seine Mitarbeiter nicht dazu anhalte, Reviews der eigenen Produkte zu veröffentlichen. „Es habe sich um eine kleine Handvoll übereifriger Mitarbeiter gehandelt, die diesen Fehler“ gemacht hätten. Ob man das so glauben muss sei mal dahingestellt. Das Canadian Competition Bureau hat dies wohl nicht. Und ganz ehrlich, das müssen schon extrem übereifrige und fleißige Mitarbeiter gewesen sein, die ganz ohne Dienstanweisung in ihrer Arbeitszeit ausreichend Zeit hatten, Profi-Reviews zu verfassen und sich gleichzeitig ums Tagesgeschäft zu kümmern.  

Homepage des Canada Competition Bureau
Kein Fake: So sieht die Homepage des Canada Competition Bureau tatsächlich aus …. South Park lässt grüßen ;-)

„Konzern-Reviews“ verfälschen kundenbasiertes Review-Konzept

Fakt ist, dass Apple mehrfach in der Vergangenheit Konzerne gewarnt hat, auf das Posten von Mitarbeiter-Reviews zu verzichten. Bei Bell handelt es sich nun um die erste Firma, die dafür auch zur Kasse gebeten wurde. Es ist davon auszugehen, dass sich nun auch US-Behörden am Vorgehen des Canadian Competition Bureaus orientieren werden. Für die Nutzer ist diese Entwicklung mehr als sinnvoll: Denn bei Apps und Pizza-Lieferdiensten sind wir auf aufrichtige Nutzer-Bewertungen angewiesen ;-) Professionell erstellte Reviews der Konzerne haben da einfach nichts verloren und verfälschen das gesamte „Kunden-Review-Konzept“.

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