Apple Pay: Australische Banken wollen NFC-Chip-Zugang erstreiten

(Bildquelle: apple.com)

Gestern haben wir Euch von den Fortschritten von Apple Pay in den USA berichtet, heute liefern wir Euch Infos rund um die Erschießung des australischen Marktes nach. Denn auch in Australien bietet Apple sein Apple Pay mittlerweile an, wenn auch dort nur wenige Kreditkarteninstitute mit dem Konzern zusammenarbeiten wollen.

Vielmehr sieht es dort jetzt so aus, als ob sich die drei großen Bankhäuser des Landes zusammenschließen wollen, um mit Apple über Apple Pay und insbesondere das Öffnen des NFC-Chips für Drittanbieter verhandeln zu können.

Vorstoß vom australischen Kartellamt vorerst gestoppt

Dieses Vorhaben wurde jetzt vorerst von dem Kartellamt in Australien gestoppt. Dieses müsse erst mal ausreichend Infos sammeln, um den Vorgang bewerten zu können. Hintergrund des geplanten Zusammenschlusses ist, dass die Bankhäuser Apple dazu zwingen wollen, auch Drittanbieter-Zahlungsangebote via NFC-Chip am iPhone und iPad zulassen zu müssen.

Sprich, die Banken wollen ein eigenes System entwickeln und die zugehörigen Apps dann auch auf Apples iOS System anbieten dürfen.

Nutzerfrage von 2014 (Bildquelle: apple.com)
Nutzerfrage von 2014 (Bildquelle: apple.com)

Apple: NFC-Chip-Öffnung für Drittanbieter birgt erhebliches Risiko

Apple weigert sich strikt gegen diesen Wunsch, da ein Öffnen des NFC-Chips für Drittanbieter in ihren Augen eine erhebliche Schwachstelle im iOS bedeuten würde. In einer Stellungnahme erklärte der Konzern, dass die Banken aktiv verhindern würden, dass innovative & neue Zahlungsmethoden wie Apple Pay großflächig angeboten werden können.

Die Bankhäuser argumentieren, dass der NFC-Chip genauso zu bewerten sei, wie andere technische Features wie ein Wi-Fi- oder Bluetooth-Chip, die auch beide für Drittanbieter-Angebote offen sind. In dem Fall wird es Ende Oktober eine erste Vorentscheidung geben, bis dahin will die Kommission den Vorgang genau überprüfen.

Quelle(n) :

9to5mac

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